Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer
         
Schade und Partner
     
   
 
FACHBERATUNG FÜR PFERDEBETRIEBE
 
KONTAKT
 
           
 
15.11.2010

Management der Ausbildung - Wie bleibt das Pferd gesund?

10. Fachtagung GESUNDE HALTUNG - GESUNGE PFERDE mit Betriebsprämierung QUALITÄTSBETRIEBEN GEHÖRT DIE ZUKUNFT

Am 13. November fand in Verden in der neu umgebauten Niedersachsenhalle unsere 10. Fachtagung GESUNDE HALTUNG – GESUNDE PFERDE in Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Verband und der Firma Merial GmbH statt. Dr. Gotthard Ilchmann, Fachbeiratsmitglied der ersten Stunde, resümierte in seinem Vortrag zu 10 Jahren GESUNDE HALTUNG – GESUNDE PFERDE, über die Herausforderung, der sich alle Beteiligten vor über 10 Jahren stellten, mit dieser Veranstaltung eine Plattform für den Austausch von Experten mit Praktikern aus den verschiedenen Gebieten der Pferdehaltung, entstehen zu lassen. Eine wichtige Zielsetzung war damals und ist bis heute das Thema Gesundheit: durch die Verbesserung der Aufzuchtbedingungen und durch eine Bewußtseinsschärfung für artgerechtere Haltungsbedingungen sollte letztendlich das Wohlbefinden der Pferde nachhaltig positiv geprägt werden. Diese Zielsetzung mündete 2006 in der Initiative der Ausschreibung eines bundesweiten Wettbewerbs für Pferdebetriebe Qualitätsbetrieben gehört die Zukunft, der in diesem Jahr zum fünften Mal zur Prämierung kam.

 Das fachliche Schwerpunktthema war in diesem Jahr das Management der Ausbildung. Zunächst diskutierte Dr. Gotthard Ilchmann die neuen Strategien der Parasitenbekämpfung, die durch die zunehmenden Resistenz-Probleme erforderlich werden. Eine Thematik, die den Pferdehaltern eingehend erklärt werden muss, denn es geht um die sogenannte selektive Behandlung von Pferden. Anschließend zeigte Prof. Dr. Manfred Kietzmann, Professor für Toxikologie und Pharmakologie am Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, sehr eindrucksvoll den engen Grad zwischen der sogenannten Nullösung und Problemen im Sinne von Doping auf, die z. B. durch die Aufnahme von problematischen Stoffen, die im Futter natürlicherweise enthalten sein können, auftreten können. Betreffen kann dieses jeden Pferdebesitzer, der Pferde in Prüfungen schickt. Insbesondere bei der Verfütterung von Ergänzungsfuttermitteln und der Verwendung von Pflegemitteln ist größte Sorgfalt geboten.

 Prof. Dr. Peter Stadler, Professor für Pferdekrankheiten mit dem Schwerpunkt Operationslehre und bildgebende Diagnostik an der Klinik für Pferde der Tierärztlichen Hochschule Hannover, befasste sich mit der Ausbildung des Reitpferdes im Spiegel gesundheitlicher Aspekte. In einem geschichtlichen Abriß erläuterte er die unterschiedlichen Ausbildungsmethoden über die Jahrhunderte bis heute. Eine schonende Reitweise mit dem Ziel die „Haltbarkeit“ des Pferdes aus humanen aber auch aus ökonomischen Gründen zu verlängern, ist schon im 16. Jahrhundert diskutiert worden und ist in der heutigen Diskussion aktueller denn je. Prof. Stadler erklärte die Auswirkungen falscher und/oder zu früher Belastungen auf den Bewegungsapparat. Er legte in seinen Ausführungen großen Wert auf die Interaktion zwischen Psyche und Bewegungsapparat. Die mechanischen Strukturen des Körpers können nur dann optimal funktionieren, wenn Körper und Psyche im Einklang stehen – eine Einschätzung, die in der jüngeren Vergangenheit weniger Beachtung fand, die aber eng verknüpft ist mit der Skala der Ausbildung und die aufgrund dieser Zusammenhänge in hohem Maße modern ist. Keine andere als Ingrid Klimke konnte in Ihrem begeisterndem Beitrag diese Aussagen besser bestätigen. Sie stellte ihr Ausbildungskonzept in Wort/Bild und Film dar und ging immer wieder darauf ein, wie wichtig aus ihrer Sicht eine vielseitige Ausbildung, ohne frühe Spezialisierung ist. Ziel ihrer vielseitigen Grundausbildung ist die gleichmäßige Gymnastizierung und Muskelbildung auf beiden Händen, nach den Grundsätzen vom Leichten zum Schweren und immer nach dem Prinzip der kleinen Schritte. Sie legt größten Wert auf das Lösen, denn nur das voll gelöste Pferd ist bereit für folgende Aufgaben.

uelzener_fachtagung_schade_und_partner_2010_034_1
 

 Anläßlich der Tagung wurde auch die Prämierung des 5. bundesweiten Wettbewerbs für Pferdebetriebe „QUALITÄTSBETRIEBEN GEHÖRT DIE ZUKUNFT“ vorgenommen. Der Wettbewerb wurde u.a. durch die Unterstützung der Hauptsponsoren DERBY-Spezialfutter GmbH und der UELZENER VERSICHERUNGEN ermöglicht. 36 Zucht- und Pensionsbetriebe hatten sich einer intensiven Überprüfung einer unabhängigen Jury in den Bereichen Haltung, Fütterung und Gesundheitsvorsorge unterzogen. Die besten Betriebe wurden im September von der Expertenjury bestehend aus Dr. Lutz Ahlswede, Fachtierarzt für Pferde mit den Schwerpunkten Ernährung und Zuchthygiene sowie Dr. Gotthard Ilchmann, Fachtierarzt für Parasitologie bereist. Anläßlich der Tagung stellten die Betriebsleiter ihre Betriebe vor und nahmen ihre Auszeichnungen in Empfang. Die Sieger und prämierten Betriebe des Wettbewerbs 2010 erhielten Edelstahl-Stallschilder, die vom Hannoveraner Verband gestiftet wurden sowie hochwertige Preise, die durch die Repräsentanten der preisgebenden Firmen an die Betriebsleiter übergeben wurden. Folgender Liste sind die siegreichen Betriebe zu entnehmen. Aus dem Kreis der ausgewählten Betriebe wählte das Publikum den sogenannten „Publikumsliebling“, d.h. den Betrieb, der vom Auditorium die größte Zustimmung erfuhr. Sehr deutlich wurde dieses mit einer überwältigenden Stimmenmehrheit der Waldhof aus dem hessischen Usingen, der in der Kategorie Pension/Ausbildung/Aktivstall gesiegt hatte. Der Publikumspreis wurde von den UELZENER VERSICHERUNGEN gestiftet und war mit 1000 Euro dotiert.

 Der Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten ist für 15 Euro (+ Porto) über den Veranstalter erhältlich.

 
 

pferdeweiss

 
 
UNABHÄNGIGE BERATUNG  |  PERSÖNLICHE BETREUUNG  |  INDIVIDUELLER SERVICE  |  IMPRESSUM | DATENSCHUTZERKLÄRUNG